Baška Voda hat historische Denkmäler und ein Museum. Die Grabstättendenkmäler tragen die Namen der 13 ältesten Einwohner von Baska Voda, sowie eines Jungen namens Ursin, der während eines Schiffbruchs in der Zeit von 100 bis 150 ums Leben kam.
Die um 1750 begonnene Kirche wurde 1869 umgebaut und dem St. Nikolaus geweiht. Es finden alljährlich ein bis zu 15 Kilometer langer Karfreitagsumzug und Festivitäten am Tag des Heiligen Nikolaus statt.
(QUELLE: de.wikipedia)

 

Von Gott und vom Menschen überkommen, irgendwo zwischen Meer und Gebirge, zwischen Wirklichkeit und Traum. Von der Vorgeschichte und den Illyrern, der Antike und dem römischen Aronia bis zur Neuzeit sind Spuren geblieben, die von Menschen bereichert werden.
Archäologische Befunde zeugen vom Leben auf dem Gebiet der heutigen Baška voda ungafähr 4000 Jahre vor Christus, und der Hauptgrund für die Besiedlung dieses Gebietes war die Trinkwasserquelle. Während der Bronzezeit, in der Zeit der Viehzüchterwanderungen in Mittelmeerregion, kommt es zu Konflikten und Kämpfen verschiedener Stämme um Wasserquellen und Weideplätze; aus diesem Grund wurde auf der Anhöhe, genannt Gradina, im Zentrum des heutigen Ortes, zum Zweck der Verteidigung der Wasserquellen eine befestigte Siedlung gebildet, deren Festungsmauern ohne Mörtel gebaut wurden.
In der Antike bestand an der Stelle, wo heute Baška Voda liegt, eine Siedlung namens Aronia, deren Existenz Wissenschaftler ausser durch archäologische Befunde, auch durch "Tabula Peutingeriana" beweisen, einer Landkarte, auf der die gleichnamige Siedlung eben auf der Lokation der heutigen Baška Voda bezeichnet wird. In der Spätantike, vom Ende des IV Jahrhunderts bis zum VII Jahrhundert, kommt es zum Durchdringen der barbarischen Völker und aus diesem Grund errichtet die Bevölkerung auf der Gradina eine Fortifikation, in die sich die Bewohner in Sicherheit vor den Angrifefn bergen konnten, aus der sie aber auch den Zutritt in den Brački kanal kontrollieren konnten. Die Überreste der Mauren aus dem V und VI Jahrhundert sind noch heute auf Gradina sichtbar und zahlreiche Befunde der Amphoren und anderer Keramikartefakten zeugen über Handelsbeziehungen mit Nordafrika, mit dem Ostmittelmeer und mit dem Schwarzen Meer. Unweit der Gradina wurde auch eine bedeutsame Anzahl der Grabstätten aus der Antikezeit gefunden, mit zahlreichen Grabornamenten (Leuchten, Schmuck, Glasschalen, Euterpa und Kupido - Statuetten u. ä.) Ausser der römischen, geben einige Grabinschriften auch illyrische Namen an, und demzufolge ist es zu schliessen, dass es neben der neugekommenen römischen Bevölkerung auch zahlreiche autochtone illyrische Bevölkerung gab. Archäologische Befunde auf dem breiteren Gebiet des Ortes zeugen vom Bestehen mehrerer "villae rusticae". Im VII Jahrhundert kommt es zum Durchbruch der Slawen, die Aronia besetzen und diese dadurch zu existieren aufhört.
Durch die kommenden tausend Jahre gibt es keine Spuren des urbanen Lebens neben dem Meer. Nur die Schäfer aus Bast führen ihr Vieh in die Meeresnähe und geben dem Vieh an bascza voda zu trinken, an der Trinkwasserquelle und es ist daraus zu schliessen, dass die ersten Gebäude als Unterkunft für Hirte errichtet wurden.
Ende des XVII Jahrhunderts, nach dem Aufhören der Gefahr von Piraten und nach der Vertreibung der Türken (1684), kehren die Bewohner auf die Küste wieder zurück und errichten allmählich die neue Siedlung, deren Name, Baška Voda zum ersten Mal 1688 erwähnt wird. Das erste öffentliche Gebäude ist das spätbarocke Kirchlein sv. Lovre, errichtet 1750 auf den Fundamenten eines antiken Gebäudes. Ende des XVII Jahrhunderts, nach dem Aufhören der Gefahr von Piraten und nach der Vertreibung der Türken (1684), kehren die Bewohner auf die Küste wieder zurück und errichten allmählich die neue Siedlung, deren Name, Baška Voda zum ersten Mal 1688 erwähnt wird. Das erste öffentliche Gebäude ist das spätbarocke Kirchlein sv. Lovre, errichtet 1750 auf den Fundamenten eines antiken Gebäudes. Ausser mit der Landwirtschaft, befasst sich die Bevölkerung mit dem Fischfang und mit der Seefahrt. Die erste Schule wurde 1845 eröffnet, die Kirche hl. Nikola wurde 1889 im Neoromantikstil errichtet; im Jahre 1900 wurde das Postamt eröffnet. Durch den Schiffsanlegeplatzbau 1912 wird Baška Voda zum bedeutenden Hafen in diesem Gebiet, durch den intensiver Handel zwischen den Inseln und dem Biokovo – Hinterland stattfand.
In den dreissiger Jahren des XX Jahrhunderts errichteten die Gebrüder Sikavica das erste Hotel in Baška Voda - das Hotel "Slavija", das im Jahre 1936 bei der Weltausstellung in London eine Anerkennung und die Goldmedaille für Komfort, für Küche und Qualitätsweine erhalten hat. Die Gesellschaft für das Verschönern des Ortes wurde 1933 gegründet und die bedeutendere Fremdenverkehrsentwicklung hat nach dem Bau der Adria - Küstenstrasse begonnen. In den letzten 20 Jahren ist Baška Voda zum beliebtesten Fremdenverkehrsort des Mitteldalmatiens geworden, und am Anfang des XXI Jhs, als einer der besteingerichteten Fremdenverkehrsorte an der Adria einige Jahre nacheinander gewinnt Baška Voda die Blaue Blume mit dem Goldzeichen – und das gilt als die höchste touristische Auszeihnung in Kroatien.
(QUELLE: tz Baska Voda)

Fotos; 1) St. Laurentius-Kirche (1750), 2) St. Nikolaus-Kirche (1889), 3) Mariähimmelfahrt-Kirche (1636), 4) St. Roko-Kirche (XV), 5) Allerheiligen-Kirche (1999), 6) Statue des hl. Nicholas

  • Baska Voda, Kroatien - Geschichte und Kulturerbe - Foto 1
  • Baska Voda, Kroatien - Geschichte und Kulturerbe - Foto 2